Fieber

Fieber

Fieber ist das häufigste Symptom bei Infektionskrankheiten. Schont man sich, verschwindet es in der Regel nach wenigen Tagen wieder ganz von alleine. Regelmässiges Fiebermessen ist dennoch angezeigt, um hohe Temperaturen frühzeitig zu erkennen und die richtige Behandlung einzuleiten. Gegen die Beschwerden helfen nicht nur fiebersenkende Medikamente, sondern auch Hausmittel.

Normale Körpertemperatur oder Fieber

Die Körperkerntemperatur ist bei allen Menschen ähnlich. Sie schwankt aber im Tagesverlauf, bei Aktivität oder bei Frauen auch abhängig vom Zyklus.

  • Normale Körpertemperatur = 36,3-37,4 °C
  • Erhöhte Temperatur = 37,5-38,0 °C
  • Leichtes Fieber = 38,1-38,5 °C
  • Fieber = 38,6-39,0°C
  • Hohes Fieber=39,1-39,9°C
  • Sehr hohes Fieber=40-42°C

Fieber messen

Bei Fieber sollte man die Körpertemperatur mindestens zweimal am Tag, immer zur gleichen Zeit messen. Bei hohem Fieber wird öfter gemessen. Dass die Werte am Morgen niedriger sind und gegen den späten Nachmittag leicht ansteigen, ist normal. Wichtig ist zudem, dass die Temperatur immer an der gleichen Körperstelle gemessen wird.

Gemessen wird im Rektum, in der Achselhöhle, im Mund, im Ohr oder an der Stirn. Nicht jeder Fiebermesser eignet sich für alle Messmethoden. Wenn möglich, sollte die Temperatur im Ohr oder rektal gemessen werden, weil diese Werte besonders genau sind. Bei der Messung an der Stirn ist das Ergebnis ca. 0,4°C zu niedrig, unter der Achsel sogar 0,6°C.

Verschiedene Arten von Fiebermessern

Der Quecksilberthermometer wurde 2009 durch ein neues Gesetz endgültig aus Privathaushalten verbannt. Fast alle erhältlichen Thermometer funktionieren heute digital. Klassische Fiebermesser mit Messspitze gibt es immer noch, doch sie werden mehr und mehr durch digitale Fiebermesser für die Messung im Ohr, oder an der Stirn ersetzt. Die Messung an der Stirn ist für den Patienten besonders angenehm und auch aus hygienischen Gesichtspunkten einfach umzusetzen. Für Ohrthermometer gibt es spezielle Schutzkappen, die den Sensor vor Verschmutzung schützen. Klassische Fiebermesser die im Mund, unter der Achsel oder rektal angewendet werden, müssen nach jeder Anwendung desinfiziert werden.

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Fieberwerte aufschreiben

Viele moderne Fiebermesser haben eine Speicherfunktion, sodass die Messwerte auch im Nachhinein noch ersichtlich sind. Ist das nicht der Fall, notiert man Datum, Uhrzeit und gemessene Körpertemperatur ganz einfach auf einem Blatt Papier.

Falls zu einem späteren Zeitpunkt ein Arztbesuch notwendig ist, sind das wichtige Informationen, die bei der Diagnosestellung helfen können.

Wann Fieber auftritt

Fieber selbst ist keine Erkrankung, sondern nur ein Symptom, das bei verschiedenen Krankheiten auftreten kann. Meist tritt es bei einer Infektionskrankheit auf. Häufigste Ursache ist die saisonale Grippe. Je nach zusätzlichen Symptomen, Alter und kurz zurückliegenden Reisen, muss man auch an Windpocken (Varizellen), Masern, Scharlach, Röteln, Boreliose oder Malaria denken.

Fieber, Schüttelfrost und andere Symptome

Bei Fieber ist es typisch, dass der Betroffene gelegentlich heiss hat und schwitzt. Diese Phasen wechseln sich mit solchen ab, in denen man friert, zittert und Schüttelfrost hat.

Atem- und Herzfrequenz sind erhöht. Appetitlosigkeit und eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Berührungen, Licht, Geräuschen und Schmerzen sind ebenfalls typische Begleiterscheinungen von Fieber.

Ein trockener Mund und ein vermehrtes Durstgefühl sind klare Zeichen, dass man nicht genügend getrunken hat, obwohl das bei Fieber besonders wichtig ist.

Fieber hat einen Sinn

Die erhöhte Körpertemperatur bei Infektionskrankheiten hat ihren Grund. Die Aktivität der Immunzellen wie z.B. Makrophagen oder Granulozyten ist bei einer Körpertemperatur zwischen 38 und 41°C besonders hoch. Ausserdem werden Bakterien und Viren durch die erhöhte Körpertemperatur geschwächt. Der Körper kann Infekte bei der erhöhten Temperatur also optimal abwehren. Die Einnahmen von fiebersenkenden Mitteln ist deshalb nicht immer die richtige Therapie.

Wann Fieber gefährlich wird

Fieber ist gerade bei kleinen Kindern häufig und nicht immer ein Grund zur Sorge. In folgenden Fällen sollte man aber den Arzt anrufen und allenfalls einen Termin vereinbaren:

  • Das Fieber ist höher als 39,5 °C
  • Wenn das Fieber länger als drei Tage anhält
  • Fiebersenkende Mittel zeigen keine Wirkung
  • Der Betroffene leidet unter chronischen Erkrankungen oder ist sehr alt
  • Wenn zusätzlich Bauchschmerzen, Hautausschlag oder weitere Beschwerden hinzukommen

Ruhe ist wichtig

Gliederschmerzen, ein wechselndes Gefühl von Hitze und Kälte, eine erhöhte Empfindlichkeit, das alles verleitet einen dazu, genau das richtige gegen das Fieber zu tun. Nämlich zu Hause zu bleiben, sich auszuruhen, ausreichend zu schlafen und genügend zu trinken. Unter diesen Umständen kann sich der Körper voll auf die Abwehr der Krankheit konzentrieren und das Fieber wird bald wieder sinken.

Was sonst noch gegen Fieber hilft

Kalte Wickel, ein Fussbad, ein wohltuender Tee oder andere Hausmittel helfen gegen die Beschwerden bei Fieber, haben aber wenig Einfluss auf die Körpertemperatur. Sie können nach Bedarf eingesetzt werden.

Fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure helfen, die Körpertemperatur nach unten zu regulieren. Da Fieber ein Teil der normalen Immunantwort ist, sollte man sie aber nicht voreilig einsetzen. Sie sind vor allem bei hohem Fieber oder stark ausgeprägten Begleitsymptomen wie z.B. Kopf- oder Gleiderschmerzen angezeigt.