Alles für die Wundbehandlung

Wunden bilden eine Eintrittspforte für Keime. Sie müssen deshalb sorgfältig gereinigt und sauber abgedeckt werden. Bei kleinen Schnittwunden reicht oft ein gewöhnliches Heftpflaster. Grössere Wunden bedürfen einer gezielten Reinigung und Behandlung, um Infektionen vorzubeugen und die Heilung zu begünstigen.

Wundgels & Spüllösungen

Wunde reinigen

Unmittelbar nach einer Verletzung muss die Wunde von allfälligem Schmutz und Keimen befreit werden. Aber auch in den Tagen und Wochen danach ist Sauberkeit wichtig. Beläge aus abgestorbenem Gewebe und Eiter verhindert den Wundverschluss und begünstigen die Besiedelung mit Keimen. Eine einfache Variante um Beläge zu entfernen ist die Nass-Trockenphasen Behandlung.

Eine mit einer Reinigungslösung getränkte Gaze wird für mindestens 5 Minuten auf die Wunde gelegt. Die abgestorbenen Zellen werden gelöst und können anschliessend einfach abgespült oder abgetupft werden.

ActiMaris Wundreinigungslösungen

Eine natürliche Art Wunden zu reinigen ist ActiMaris. Die Lösung mit Meersalz ist wirksam gegen Bakterien und Pilze. Gleichzeitig hilft sie Nekrosen und Beläge sicher zu entfernen. Sie haben die Wahl zwischen der ActiMaris Sensitiv und der ActiMaris Forte Spüllösung. Mit einem Meersalzgehalt von 1,2 % ist ActiMaris Sensitive besonders schonend. Bei stark belegten Wunden hilft ActiMaris Forte mit einem Meersalzgehalt von 3%.

Anschliessend an die nasse Wundreinigung wird die Wunde für ca. eine halbe Stunde nur leicht mit einer trockenen Gaze abgedeckt um das Aufquellen der Wundränder zu verhindern.

Wunde Abdecken

Die gereinigte Wunde muss nach der Nass-Trockenphasen Behandlung sauber verbunden werden, um Kontaminationen mit Keimen zu verhindern. Hier kann zwischen der trockenen Wundbehandlung und der feuchten Wundbehandlung unterschieden werden.

Die trockene Wundbehandlung wird bei kleinen oder durch eine Naht verschlossene (Operations-)Wunden angewendet. Die trockene Wundauflage nimmt kleine Mengen Blut oder Wundsekret auf. Bei grossen, nässenden Wunden besteht jedoch die Gefahr, dass die trockene Auflage mit der Wunde verklebt, oder sich stark vollsaugt, was die Vermehrung von Keimen begünstigt.

Feuchte Wundbehandlung

Bei grossen nässenden Wunden ist die feuchte Wundbehandlung immer vorzuziehen. Verschiedene Studien zeigen, dass sie aber selbst bei alltäglichen Schürfwunden Vorteile hat. Diese moderne Art des Wundmanagements hält den Wundgrund feucht, warm und verhindert das Eindringen von Keimen. Die Schorfbildung wird vermieden, wodurch die Wunde stets beweglich bleibt. Auch die sich neu bildenden Epithelzellen können im feuchten Wundmilieu besser wandern, was die Heilung beschleunigt. Eine schöne Narbenbildung wird begünstigt.

In der Durchführung ist die feuchte Wundbehandlung bei unproblematischen Wunden nicht schwieriger als die trockene Wundbehandlung. Die Vorgehensweise:

  1. Akute Wunden desinfizieren, allfällige Fremdkörper entfernen. Belegte Wunden werden nach dem oben beschriebenen Feucht-Trockenphasen Prinzip gereinigt.
  2. Wundgel auftragen.
  3. Mit einer nicht verklebenden Auflage abdecken.

Wundgels

Bei Sanihaus finden Sie verschiedenen Wundgels, die den Heilungsprozess begünstigen.

ActiMaris Wundgel

Es enthält 3% Salz und ist damit ähnlich salzig wie das Meer. Der Salzgehalt trägt einerseits dazu bei, dass das Gel überschüssige Feuchtigkeit aus der Wunde aufnehmen kann. Andererseits wirkt das Salz gegen Bakterien und Gerüche. Die im Meersalz zusätzlich enthaltenen Bestandteile wie Kalium, Calcium, Eisen, sowie die Spurenelemente Jod und Zink wirken sich positiv auf das Gewebe aus.

Wundprosan

Das neuartige Wundgel kommt ganz ohne Wirkstoffe aus und ist deshalb besonders verträglich. Seine spezielle Polyhema-Matrix bindet freie Sauerstoffradikale, die die Wundheilung stören. So wird alleine durch die spezielle Struktur des Gels ein optimales Milieu für die Wundheilung geschaffen.

Verbandwechsel

Verbandwechsel-SetAuch bei der feuchten Wundbehandlung ist ein regelmässiger Verbandwechsel nötig, allerdings seltener als bei der trockenen Behandlung. Bei nicht infizierten Wunden kann das Gel für bis zu 3 Tage belassen werden, bevor es sorgfältig entfernt wird. Belegte Wunden werden danach erneut gereinigt, saubere werden direkt wieder mit einem Gel bedeckt. Durch dieses lange Intervall werden die für den Patienten unangenehmen Wechsel auf ein Minimum reduziert. Das neu gebildete Gewebe wird geschont.

Beim Verbandwechsel muss auf gute Hygiene geachtet werden, damit keine Krankheitserreger eingetragen werden.

Gute Unterstützung bietet hier das Raffin Verbandwechsel-Set. Es enthält eine sterile Unterlage, auf der gearbeitet wird. Mit 5 Tupfern und 5 Kompressen enthält es das richtige Material um die Wunde zu reinigen. Zwei Pinzetten in unterschiedlichen Farben erleichtern die hygienische Anwendung.

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