{"id":1050,"date":"2014-07-02T11:07:28","date_gmt":"2014-07-02T09:07:28","guid":{"rendered":"http:\/\/sanihaus.ch\/wiki\/?page_id=1050"},"modified":"2017-11-17T20:55:15","modified_gmt":"2017-11-17T18:55:15","slug":"blutzucker","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sanihaus.ch\/wiki\/vorsorge\/blutzucker\/","title":{"rendered":"Blutzucker"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Blutzucker wird die Konzentration von Glucose im Blut bezeichnet. Der Blutzuckerwert steigt nach der Nahrungsaufnahme an. Die Hormone Insulin und Glucagon regulieren den Blutzuckerspiegel, also die Menge der im Blut vorhandenen Glucose. Insulin kommt aus den Inselzellen der Bauchspeicheldr\u00fcse und senkt den Blutzuckerspiegel. Unter anderem regt Insulin die Aufnahme von Glucose in Muskel- und Fettzellen an. Auch die Bildung und Aufnahme von Glykogen in der Leber wird durch Insulin ausgel\u00f6st. Die Aussch\u00fcttung von Insulin wird durch den Anstieg des Blutzuckerspiegels ausgel\u00f6st. Sinkt der Blutzuckerspiegel wird auch die Insulinaussch\u00fcttung geringer. Der Gegenspieler des Insulin ist das Glucagon, welches ebenfalls von der Bauchspeicheldr\u00fcse produziert wird. Beim Absinken des Blutzuckerspiegels regt Glucagon den Abbau von Glykogen in der Leber an. Die Neubildung von Glucose wird angeregt. Beim gesunden Menschen wird der Blutzuckerspiegel durch diesen Regelkreis im <strong>Normbereich von 70-160 mg\/dl<\/strong> gehalten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Blutzucker messen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"\/1456-large_default\/meditouch.jpg\" alt=\"Blutzucker messen\" width=\"225\" height=\"225\" \/>Der Blutzuckerwert l\u00e4sst sich recht einfach und schnell messen. Dazu wird ein kleiner Tropfen Blut ben\u00f6tigt. Dieser wird durch Anstechen der Fingerbeere, meist mit Hilfe einer <a title=\"Stechhilfe\" href=\"\/blutzuckermessung\/340-medisana-stechhilfe.html\">Stechhilfe<\/a>, gewonnen. Der Bluttropf wird auf einen Teststreifen in einem <a title=\"Blutzuckermessger\u00e4t\" href=\"\/blutzuckermessung\/338-meditouch.html\">Blutzuckermessger\u00e4t<\/a> gegeben. Das Ergebnis ist wird \u00fcblicherweise in mg\/dl angegeben und ist innert Sekunden vom Blutzuckermessger\u00e4t ablesbar. Der Blutzuckerwert wird unter anderem bei \u00e4lteren Personen vom Hausarzt oder bei Schwangeren vom Gyn\u00e4kologen gemessen. Diabetiker messen Ihren Blutzuckerspiegel selbst\u00e4ndig in reglem\u00e4ssigen Abst\u00e4nden, um die zu verabreichende Menge Insulin zu berechnen und den Verlauf der Therapie zu kontrollieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Aufgaben des Zuckers im K\u00f6rper<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Glucose liefert dem K\u00f6rper Energie. W\u00e4hrend die meisten Zellen im K\u00f6rper ihre Energie haupts\u00e4chlich aus dem Fettstoffwechsel gewinnen sind Gehirn, rote Blutk\u00f6rperchen und Nierenmark auf die Glucose als Energielieferant angewiesen. Im Gehirn sorgt die Blut-Hirn-Schranke daf\u00fcr, dass das Gehirn nicht mit Blut in Kontakt kommt. Lediglich N\u00e4hrstoffe k\u00f6nnen vom Blut ans Gehirn abgegeben werden. Dazu z\u00e4hlt neben Sauerstoff auch Glucose, welche die Blut-Hirn-Schranke \u00fcberwinden kann.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Hypoglyk\u00e4mie<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sinkt der <strong>Blutzuckerspiegel unter 60 mg\/dl<\/strong> spricht man von einer Hypoglyk\u00e4mie oder Unterzuckerung. Eine reaktive Adrenalinaussch\u00fcttung l\u00f6st Symptome wie Zittern, Schwitzen, Bl\u00e4sse, Herzklopfen und Herzrasen aus. Sinkt der Spiegel weiter bis unter 50 mg\/dl wird das Zentralnervensystem nicht mehr ausreichend mit Glucose versorgt. Der Betroffene wirkt verwirrt und benommen. Die Sprache wird undeutlich, das Gesagte macht oft keinen Sinn. Empfindungsst\u00f6rungen und L\u00e4hmungserscheinungen k\u00f6nnen sich bemerkbar machen. Sinkt der Blutzuckerspiegel unter 30-40 mg\/dl wird der Patient Bewusstlos und leidet an Krampfanf\u00e4llen. Ursache f\u00fcr eine Hypoglyk\u00e4mie ist bei Diabetikern eine \u00dcberdosis Insulin. Personen ohne Diabetes erleiden eine Hypoglyk\u00e4mie in Folge von \u00fcberm\u00e4ssiger k\u00f6rperlicher Belastung, durch Einnahme gewisser Medikamente, nach dem Konsum von Alkohol oder eine Insuffizienz der Nebennierenrinde. Weiter k\u00f6nnen sehr seltene Krankheitsbilder zu Unterzuckerung f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zeigt eine Person Symptome einer Hypoglyk\u00e4mie kann Traubenzucker oder etwas anderes zuckerhaltiges verabreicht werden, z.B. Fruchtsaft. Ist das Bewusstsein des Patienten bereits getr\u00fcbt, darf wegen der Erstickungsgefahr kein Traubenzucker in den Mund gelegt werden. In jedem Fall muss sofort der Rettungsdienst allarmiert werden. Bewusstlose Patienten sind in die stabile Seitenlage zu bringen. Diabetikern kann durch dazu eingewiesene Personen Glucagon gespritzt werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Hyperglyk\u00e4mie<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Hyperglyk\u00e4mie handelt es sich um einen erh\u00f6hten Blutzuckerspiegel. Die Hyperglyk\u00e4mie tritt ab einem <strong>Blutzuckerspiegel \u00fcber 110mg\/dl<\/strong> im n\u00fcchternen Zustand und \u00fcber 140 mg\/dl zwei Stunden nach einer Mahlzeit ein. Hyperglyk\u00e4mie macht sich durch erh\u00f6hten Harndrang bemerkbar. \u00dcbersch\u00fcssiger Zucker wird durch den Urin ausgeschieden. Der Patient hat einen trockenen Mund und ein starkes Durstgef\u00fchl. \u00dcbelkeit und Bewusstseinstr\u00fcbungen sind weitere Symptome. Schliesslich tritt das diabetische (hyperglyk\u00e4mische) Koma ein. Der Hyperglyk\u00e4mie wird durch Gabe von Insulin begegnet. Da die Senkung des Blutzuckerspiegels auch die Kaliumaufnahme in den Zellen erh\u00f6ht, hat die Insulingabe durch einen Arzt zu erfolgen. H\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr eine Hyperglyk\u00e4mie ist Diabetes.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Diabetes mellitus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung welche zu einer Hyperglyk\u00e4mie f\u00fchrt. Glucose wird vom K\u00f6rper nicht mehr aufgenommen und wird direkt ausgeschieden. Eingeteilt wird die Erkrankung in zwei Typen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diabetes Typ 1<\/strong> ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldr\u00fcse an. Bei der sogenannten Insulitis werden die Zellen in der Bauchspeicheldr\u00fcse angegriffen, bis sich der Insulinmangel als Diabetes Typ 1 bemerkbar macht. Die Ursachen f\u00fcr Diabetes Typ 1 sind bis heute nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. Einerseits wurden Gene identifiziert die eine Auswirkung auf die Entstehung von Diabetes Typ 1 haben. Andererseits sind zahlreiche Umweltfaktoren bekannt die Diabetes ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen verschiedene Virusinfektionen, Vitamin D Mangel, Atemweginfektionen im S\u00e4uglingsalter und weitere. Diabetes Typ 1 macht sich durch Gewichtsabnahme, Durstgef\u00fchl, Austrocknung, h\u00e4ufiges Wasserlassen und allgemeine Symptome wie M\u00fcdigkeit und Kraftlosigkeit bemerkbar. Diabetes Typ 1 kann nicht geheilt werden. Durch Gabe von Insulin wird der Blutzuckerspiegel reguliert. Die Symptome verschwinden bei gut eingestelltem Diabetes weitgehend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diabetes Typ 2<\/strong> ist eine erworbene Erkrankung. Hauptursache ist \u00dcbergewicht. Hier wird vom K\u00f6rper noch gen\u00fcgend Insulin produziert, h\u00e4ufig sogar mehr als bei gesunden Personen. Durch eine Insulinresistenz der Zellen steigt der Blutzuckerspiegel dennoch an. Anders als beim Diabetes Typ 1 treten kaum spezifische Symptome auf. H\u00e4ufiges Wasserlassen, Durstgef\u00fchl, M\u00fcdigkeit und Schw\u00e4che k\u00f6nnen Anzeichen f\u00fcr einen Diabetes Typ 2 sein. Aufgrund der undeutlichen Symptome wird Diabetes Typ 2 oft erst nach Jahren und nur durch Zufall erkannt. Die Therapie besteht in erster Linie durch eine Gewichtsabnehme und die \u00c4nderung des Lebensstils. Bleibt eine Verbesserung der Situation trotz Gewichtabnahme aus, kann eine medikament\u00f6se Behandlung ins Auge gefasst werden.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00e4vention<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diabetes Typ 1 l\u00e4sst sich nicht wirklich vorbeugen. Da eine R\u00f6telinfektion der Mutter in der Schwangerschaft zu 50% zu einem Diabetes f\u00fchrt, sollte sich jede Frau Ihrem Kind zuliebe vor der Schwangerschaft gegen R\u00f6teln impfen lassen. Auch Vitamin-D Mangel l\u00e4sst sich vorbeugen und somit das Risiko f\u00fcr Diabetes Typ 1. Hierbei handelt es sich aber nur um seltene Ursache f\u00fcr Diabetes. Alle andern umweltbedingten Faktoren und selbstverst\u00e4ndlich auch die Autoimmunreaktion gegen die insulinbildenden Zellen lassen sich bis heute nicht beeinflussen. Anders sieht es beim Diabetes Typ 2 aus. Das Auftreten kann durch eine gesunde Lebensweise, ein normales Gewicht und Verzicht auf Rauchen und \u00fcberm\u00e4ssigen Alkoholkonsum stark beeinflusst werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Sanihaus finden Sie alle n\u00f6tigen Hilfsmittel f\u00fcr eine einfach und sichere <a title=\"Blutzuckermessung\" href=\"\/67-blutzuckermessung\">Blutzuckermessung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterf\u00fchrende Informationen rund im Diabetes finden Sie auf der offiziellen Seite von <a title=\"SDG\" href=\"http:\/\/www.diabetesgesellschaft.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SDG<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Blutzucker wird die Konzentration von Glucose im Blut bezeichnet. Der Blutzuckerwert steigt nach der Nahrungsaufnahme an. Die Hormone Insulin und Glucagon regulieren den Blutzuckerspiegel, also die Menge der im Blut vorhandenen Glucose. 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